Brigitte Prinzgau und Wolfgang Podgorschek leben seit über 40 Jahren zusammen und arbeiten genreübergreifend in bildender Kunst, Film, Design, Architektur und Intervention.
Künstlerische Arbeit kennt keine festen Zeiten oder abgeschlossenen Räume. Alltag und Tun, Schaffen und Ruhen fließen ineinander, alles kann Inspiration sein: „In general, we are not finished“, sagen Brigitte Prinzgau und Wolfgang Podgorschek, deren Werk Kunst im öffentlichen Raum, Architektur, Design, Objekt, Installation, Fotografie, Film, Zeichnung und Malerei umfasst. PRINZpod versteht das Unfertige als Grundform sich entwickelnder Produktivität. Diese Durchlässigkeit zeigt sich auch im filmischen Werk, das weder Genregrenzen noch dramaturgische Normen einhält.
Im reduziertesten Fall genügen eine Einstellung und ein Geräusch (SOUSTOPIE, 2016) oder ein seichter Witz wird zur Geste (im Tankstellenkurzfilm NORMAL VOLL). Auch in DYADIK PIER (1994/2023) dominiert gegenwärtige Handlung: In teils überbelichteten Bildern und begleitet von minimalistisch-unheilverkündender Musik werden Leitungen gespannt, eine Leiter an ein Haus gelehnt, Haare geschnitten.
Andere Arbeiten verschränken visuelle und diskursive Ebenen. In GLOBE (2004) entstehen aus bunten Fäden Zufallsgebilde, während der Off-Text die Lähmung der internationalen Gemeinschaft kritisiert. Womit sich PRINZpod beschäftigen, könnte eine Frage sein. Einfacher zu beantworten ist jene danach, womit sie sich nicht beschäftigen. DIE PEDIANTEN (1989) präsentiert die Erfindung eines Fortbewegungsmittels, das als animierter Klon, getrieben von Abweichung und Mechanik, durch eine Schachtelarchitektur eilt.
Auch in INOTEN (1991) tritt die Lust am Hybriden hervor. Als Mischung aus Western und Kunstfilm persifliert der Film die Kunstkritik und dokumentiert gleichzeitig künstlerische Produktion. Die Sorge um einen aufgegessenen Planeten ist nur folgerichtig.
Die Bildwelten von PRINZpod entziehen sich der Eindeutigkeit. Sie fangen an, hören auf, Filmtitel sind rätselhaft, selbst die Kamera ist eigensinnig und Bilder überblenden einander. Dass dem Künstlerpaar auch einerlei ist, wer von beiden ein Werk letztlich signiert, ist in dieser Praxis der fokussierten Beiläufigkeit nur konsequent. (Anna Katharina Laggner)
Im reduziertesten Fall genügen eine Einstellung und ein Geräusch (SOUSTOPIE, 2016) oder ein seichter Witz wird zur Geste (im Tankstellenkurzfilm NORMAL VOLL). Auch in DYADIK PIER (1994/2023) dominiert gegenwärtige Handlung: In teils überbelichteten Bildern und begleitet von minimalistisch-unheilverkündender Musik werden Leitungen gespannt, eine Leiter an ein Haus gelehnt, Haare geschnitten.
Andere Arbeiten verschränken visuelle und diskursive Ebenen. In GLOBE (2004) entstehen aus bunten Fäden Zufallsgebilde, während der Off-Text die Lähmung der internationalen Gemeinschaft kritisiert. Womit sich PRINZpod beschäftigen, könnte eine Frage sein. Einfacher zu beantworten ist jene danach, womit sie sich nicht beschäftigen. DIE PEDIANTEN (1989) präsentiert die Erfindung eines Fortbewegungsmittels, das als animierter Klon, getrieben von Abweichung und Mechanik, durch eine Schachtelarchitektur eilt.
Auch in INOTEN (1991) tritt die Lust am Hybriden hervor. Als Mischung aus Western und Kunstfilm persifliert der Film die Kunstkritik und dokumentiert gleichzeitig künstlerische Produktion. Die Sorge um einen aufgegessenen Planeten ist nur folgerichtig.
Die Bildwelten von PRINZpod entziehen sich der Eindeutigkeit. Sie fangen an, hören auf, Filmtitel sind rätselhaft, selbst die Kamera ist eigensinnig und Bilder überblenden einander. Dass dem Künstlerpaar auch einerlei ist, wer von beiden ein Werk letztlich signiert, ist in dieser Praxis der fokussierten Beiläufigkeit nur konsequent. (Anna Katharina Laggner)


