Working Worlds

Changes

(Katharina Riedler, curator)

Umschulung, Strukturwandel, neue Lebensaufgaben - unter dem Titel „Changes“ widmen sich die Arbeitswelten 2021 Veränderungen: beruflicher und privater, erzwungener und freiwilliger, geplanter und ungeplanter Natur.
Ganz unterschiedliche Blickwinkel nehmen die vertretenen Dokumentarfilme ein, aber alle vier Arbeiten handeln von Menschen, die mit teils unvorhergesehenen Herausforderungen konfrontiert sind.
Eine junge Frau beschließt ihr bisheriges Leben aufzugeben, um den verschuldeten Hof ihrer Großeltern zu übernehmen und aus eigener Kraft in die schwarzen Zahlen führen. Ein 44-jähriger Minenarbeiter wechselt vom Dunkel unter Tage als Programmierer in die Welt der IT-Branche und wird nebenbei zur Vorzeige-Erfolgsgeschichte eines staatlichen Umschulungsprogramms. Anderswo hat die Jugend in einer ehemaligen Bergarbeiterstadt andere Kämpfe auszutragen als die vorigen Generationen, die die eskalierenden Arbeiterstreiks in den 1990ern selbst miterlebt haben.
In der Automobilindustrie wird unaufhaltsam am Prozess der zunehmenden Automatisierung gearbeitet, die Roboter rollen teilweise schon ohne menschliche Führung durch die Hallen. Wie weit wird die Entwicklung gehen?
Die Pandemie hat im vergangenen Jahr die gesamte (Arbeits-)Welt mit kurzfristigen und unvorhersehbaren Veränderungen konfrontiert, und weiterhin stehen die Zeichen der Zeit auf Ungewissheit. Flexibilität, Anpassungsfähigkeit und Durchhaltevermögen sind gefragt. Zu hoffen bleibt, dass Veränderungen auch mit Verbesserungen einhergehen. 

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