Tribute 2021: Ivan Ostrochovský (SK)

 
23.02.2021 //

Dieses Jahr widmet CROSSING EUROPE die Tribute-Sektion dem aus der Slowakei stammenden Regisseur und Produzenten Ivan Ostrochovský (*1972). Im Rahmen des Festivals werden insgesamt sieben Filme (in sechs Programmen) für die er als Regisseur und/oder Produzent verantwortlich zeichnet auf großer Leinwand aufgeführt, in Anwesenheit von Ivan Ostrochovský (sofern die Covid-19-Pandemie im Juni Reisen aus dem benachbarten Ausland zulässt). Begleitet wird er von seiner langjährigen Mistreiterin und Co-Produzentin Katarina Tomkova (Punkchart Films).

Bereits 2013 lief der von ihm produzierte Spielfilm AŽ DO MESTA AŠ / MADE IN ASH (R: Iveta Grófová) bei CROSSING EUROPE im Wettbewerb. Seine neueste Arbeit SERVANTS, uraufgeführt bei der Berlinale 2020, ist als Österreichpremiere in Linz zu sehen. Hier die Auflistung der Filme des diesjährigen Tributes:

FILME ALS REGISSEUR

- SLUŽOBNÍCI / SERVANTS (SK, RO, CZ, IE 2020), Regie: Ivan Ostrochovský, 80 min – Österreichpremiere
- KOZA (SK, CZ 2015), Regie: Ivan Ostrochovský, 75 min – OÖ-Premiere
- ZAMATOVÍ TERORISTI / VELVET TERRORISTS (SK, CZ, HR 2013), Regie: Pavol Pekarčík, Ivan Ostrochovský, Peter Kerekes, 87 min – OÖ-Premiere
- ILJA (SK 2010), Regie: Ivan Ostrochovský, 35 min – Österreichpremiere

FILME ALS PRODUZENT

- PUNK JE HNED! / PUNK NEVER ENDS! (CZ, SK 2019), Regie: Juraj Šlauka, 70 min – Österreichpremiere
- 5. OKTÓBER / 5 OCTOBER (SK, CZ 2016), Regie: Martin Kollar, 52 min – Österreichpremiere
- AŽ DO MESTA AŠ / MADE IN ASH (SK, CZ 2012), Regie: Iveta Grófová, 80 min – Österreichpremiere bei CROSSING EUROPE 2013

Ivan Ostrochovský ist 1972 in Žilina in der Slowakei geboren. Nach dem Dokumentarfilm-Studium an der Akademie der Darstellenden Künste in Bratislava und einem Postgraduate Studium an der Akademie der Künste in Banská Bystrica ist er nun seit über zehn Jahren als Regisseur, Produzent, Drehbuchautor und Kameramann bei Film und Fernsehen tätig. Er ist Miteigentümer und Produzent bei den beiden Produktionsfirmen sentimentalfilm (2004) und Punkchart Films (2009).

Produzent zu sein ist die einzige Möglichkeit, Filme so zu machen, wie ich es möchte. Im Grunde genommen ist es eine Notwendigkeit. Ich glaube nicht, dass man einen Produzenten mit gesundem Menschenverstand finden würden, der die Art und Weise, wie ich Filme drehe, gutheißen würde. Das heißt, ich drehe zuerst den ganzen Film wie in einer "Rohfassung", und dann drehe ich den ganzen Film noch einmal. Ivan Ostrochovský, www.aic.sk, Februar 2020

„Mit seinem Dokumentarfilmdebüt ZAMATOVÍ TERORISTI (SK, CZ, HR 2013, Co-Regie Péter Kerekes und Pavol Pekarčík) erregte er erstmals internationale Aufmerksamkeit. Als Regisseur, der dem Dokumentarfilm Fiktionales und dem Spielfilm Dokumentarisches abgewinnt, experimentiert er mit Genres und Erwartungshaltungen. Auch sein mehrfach ausgezeichnetes Spielfilmdebüt KOZA (SK, CZ 2015) bricht mit gängigen Erzählkonventionen. Mit dem vielbeachteten Spielfilm SERVANTS (SK, RO, CZ, IE 2020), der seine Weltpremiere bei der Berlinale 2020 in der Wettbewerbssektion „Encounters“ feierte, ist Ostrochovský nun scheinbar im fiktionalen Genre angekommen.“ (Nicole Kandioler, Filmwissenschafterin)