Eröffnungsfilme am 28. April

 
07.04.2026 // Crossing Europe eröffnet nach bewährter Tradition auch heuer mit vier Arbeiten, die stellvertretend für die künstlerische und thematische Vielfalt im Festivalprogramm stehen. Bereits vor der offiziellen Eröffnung sind am Nachmittag zudem Filme aus mehreren Programmsektionen zu sehen.

 

DONKEY DAYS

R: Rosanne Pel, NL/DE 2025 - Österreichpremiere


Die Schwestern Anna und Charlotte befinden sich in DONKEY DAYS (NL/DE 2025, European Panorama Fiction; Weltpremiere: Locarno Film Festival 2025) stets im Orbit ihrer Mutter Ines, buhlen um ihre Gunst und tolerieren dabei Beleidigungen über Gewicht und Aussehen. Mit düsterem Humor und anachronistischen Fantasiesequenzen zeichnet Regisseurin und Crossing Europe Preisträgerin Rosanne Pel ein eindringliches Bild einer dysfunktionalen Familieneinheit.



DOM

R: Massimiliano Battistella, IT/BA 2025 - Österreichpremiere


Im Alter von zehn Jahren und wenige Wochen nach Beginn der Belagerung Sarajewos wurde Mirela gemeinsam mit über 60 weiteren Kindern in einem Buskonvoi nach Italien gebracht. Rund 30 Jahre später begleitet sie Regisseur Massimiliano Battistella in DOM (IT/BA 2025, European Panorama Documentary; Weltpremiere: Giornate degli Autori / Venedig 2025) auf eine Reise in ihre Vergangenheit und bei der Suche nach der eigenen Identität: Zum Ersten Mal kehrt sie nach Bosnien und zu dem Waisenhaus zurück, in dem sie bis 1992 aufwuchs.



GOLDEN EIGHTIES

R: Chantal Akerman, FR/BE/CH 1986


Die Tribute-Programmsektion widmet sich 2026 dem europäischen Kino der 1980er und eröffnet mit Chantal Akermans erster und einziger Muscialkomödie: In GOLDEN EIGHTIES (FR/BE/CH 1986; Weltpremiere: Cannes Film Festival 1986) entfaltet sich ein quietschbuntes Liebesgeplänkel im Neonlicht der Warenwelt eines Kaufhauses, schrill und bittersüß in seiner Kritik an der Liebe als Währung inmitten der mode-, konsum- und frisurenverrückten Achtziger.



ITT ÉRZEM MAGAM OTTHON / FEELS LIKE HOME

R: Gábor Holtai, HU/CZ 2025 - Österreichpremiere


Gábor Holtais Langfilmdebüt ITT ÉRZEM MAGAM OTTHON / FEELS LIKE HOME (HU/CZ 2025; Weltpremiere: Sitges Film Festival 2025) eröffnet die diesjährige Nachtsicht: Der beklemmend inszenierte und grandios gespielte Psychothriller bricht Genre-Konventionen mit geschickten Wendungen und wurde in Ungarn wohl nicht zuletzt aufgrund seiner Lesbarkeit als bissige Autokratie-Kritik zum Publikumshit. Am Wochenende nach Crossing Europe zu sehen bei SLASH ½ in Wien.