Wolfsbergen

 
Konraad ist 83 Jahre alt, seine Frau verstorben. In einem Brief unterrichtet er alle näheren Familienmitglieder über seinen beabsichtigten Selbstmord. Maria, sein einziges Kind, weigert sich, den Wunsch ihres Vaters zu diskutieren. Stattdessen schlägt sie vor, dass er in ein Altersheim ziehen soll. Obwohl Konraads Nachkommen genug mit sich selbst zu tun haben, müssen sie in dieser Situation Stellung beziehen. Dabei zeigt sich, dass jeder von ihnen sich in einer persönlichen Sackgasse befindet. „Ich will nicht moralisieren mit diesem Film. Die Kamera ist keine Vertreterin der Anklage. Sie hält im Gegenteil einen gewissen Abstand, der es dem Zuschauer ermöglichen soll, über das Geschehen nachzudenken. Die Art, wie die Szenen arrangiert sind, zeigt, dass ich mich ganz auf die Handlungen meiner Figuren konzentriert und es ihnen überlassen habe, Stellung zueinander zu beziehen. Alle Personen müssen sich der gleichen existenziellen Frage stellen: Wieviel Erkenntnis über mich und mein Leben gestatte ich mir, und wie gehe ich damit um?“ (Nanouk Leopold)

Nanouk Leopold’s third feature film tells the tale of an ageing patriarch who has given up on life, and the disruptive shockwaves that his fateful decision sends rippling through his family lineage. Konraad lives alone in his beautiful country home, accompanied only by the grief over his recently deceased wife. He has written a letter to his relatives that he wants to die. Maria, Konraad’s only child, refuses to discuss her father’s wish. Instead, she wants him to move to a nursing home. Her two grown daughters Sabine and Eva have problems of their own. Wolfsbergen is a film about people who seem to have lost the ability to love and to be loved. It is a kaleidoscopic portrayal of four generations of a family and their struggle to reach out to one another.

Director's Biography
Nanouk Leopold, geboren 1968, besuchte die Willem de Kooning Akademie für Kunst in Rotterdam und anschließend die Filmakademie / Amsterdam. Ihr Debüt Îles Flottantes wurde von Stienette Bosklopper produziert und von Katharina Wartena geschnitten, zwei Frauen, mit denen sie seit mittlerweile über zehn Jahren erfolgreich zusammenarbeitet. Neben dem Filmemachen schrieb Leopold zeitweise auch über das Kino. Sie interviewte Eric Rohmer (für Skrien) oder schrieb eine erfrischend detailreiche Analyse des breiten Gürtels, den Olivier Gourmet als Tischler im Dardenne-Film Le Fils trägt (für de Filmkrant). Filmography as director / Filmografie als Regisseurin: Fishy (gem. mit Froukje Tan, 1994, short), Weekend (1998, graduation film / Abschlussfilm), Marseille 1-2 (1998, short), Max Lupa (1999, short, for VPRO television), Îles Flottantes (2000), La Grande Guerre (2002, filmed play for / verfilmtes Theaterstück für ARTE), Guernsey (2005; CE 2006), Wolfsbergen (2007), Brownian Movement (2010)
Tribute 2011
Nanouk Leopold
Niederlande / Belgien 2007
color
93 Minuten
OmeU
Drehbuch Nanouk Leopold
Kamera Richard van Oosterhout
Schnitt Katharina Wartena
Ton/Sounddesign Hans Helewaut
Musik Loek Dikker
Mit Tamar van den Dop, Fedja van Huêt, Jan Decleir, Karina Smulders, Catherine ten Bruggencate, Piet Kamerman, Oscar van Woensel, Merel van Houts
Produktion
Circe Films O.Z. Achterburgwal 77 1012 DC Amsterdam T +31 20 625 35 91 F +31 20 625 00 25 info@circe.nl www.circe.nl