Molly's Way

 
Emily Atefs Langfilmdebüt ist ein „verkehrtes“ Märchen, das sich mit traumwandlerischer Sicherheit durch eine europäische Realität bewegt. Auf der Suche nach Marcin, mit dem Molly eine einzige Nacht verbracht hat und von dem sie nur weiß, dass er hier lebt und im Kohlegeschäft arbeitet, kommt sie aus Irland in ein kleines polnisches Dorf. Aber die Kohlewerke sind aufgegebene Geisterstädte und in der leeren Landschaft zwischen den Siedlungen wird nur in schnellen Aktionen illegal Kohle abgebaut. Die junge Frau aus dem katholischen Irland findet im katholischen Polen Menschen, die an nichts mehr glauben: eine arbeitslose und eine wie es scheint väterlose Gesellschaft, in der auch ihr „Prinz“ für sie keiner mehr ist. Ihr zärtliches Insistieren wie ihre bohrende Hartnäckigkeit bahnen aber unerwartete Veränderungen an, bis sie – Chopins Musik suggeriert das – ein Stück dieses Ortes in sich aufgenommen hat. (mz)

Molly leaves her quiet life in Ireland. She steps onto a train not knowing what to expect and goes to search for a man in Poland, whom she met only one night back in Ireland. However she might be searching for something else without yet knowing what it is. Molly never thinks about looking back, even though the Polish village doesn‘t welcome her with open arms. I love Molly‘s courage, her strength and her openness, the way she breaks down people‘s self-made walls. (Emily Atef)

Competition Fiction 2006
Emily Atef
Deutschland 2005
color
84 Minuten
Drehbuch Emily Atef und Esther Bernstorff
Kamera Patricia Lewandowska
Schnitt Beatrice Babin
Musik Bumcello
Mit Mairead McKinley, Ute Gerlach, Geno Lechner, Miroslaw Baka, Robert Gonera, Beata Lehmann, Jan Wieczorkowski, Anna Ilczuk
Produktion
dffb Deutsche Film- und Fernsehakademie Potsdamer Str. 2 10785 Berlin Deutschland T +49 30 257 59 152 F +49 30 257 59 162 wolff@dffb.de www.dffb.de