Im Land der 99 Himmel
Aufgrund eines Mongolenflecks, mit dem die Filmemacherin zur Welt gekommen
ist, begibt sie sich auf eine filmische Reise durch die Mongolei. Die Illusion, wegen ihres Geburtsmals dem Land und dem Volk
der Mongolen nahe zu sein, wird jedoch schon zu Beginn zerstört. Während sie am Alltag einer Familie in der südlichen Steppe
teilnimmt, muss sie sich ihre Enttäuschung darüber eingestehen, sich in dieser Weite völlig verloren zu fühlen und für diese
Familie nicht mehr als eine Touristin zu sein. An den Ausläufern der Taiga trifft sie auf Nomaden, die mit ihren Rentieren
durchs Land ziehen und sie einladen, eine Weile ihr Zelt bei ihnen aufzuschlagen. Bald stellt sich heraus, dass das Familienoberhaupt
Enkhtuya eine Schamanin ist. Von Tag zu Tag steigt die Spannung der Filmemacherin, einer Schamanenzeremonie beiwohnen zu können.
Doch die erste Séance, die sie zu sehen bekommt, öffnet ihr die Augen. Im Land der 99 Himmel ist letztendlich auch ein Film
über Abschiede. Er zeigt eine Gesellschaft im Wandel und das Zerbrechen von eigenen Utopien. Die Möglichkeiten, die bleiben:
akzeptieren und weitergehen. (Elisabeth Streit)
Because of her Mongolian spot, the filmmaker and protagonist takes a filmic
journey through Mongolia. However, the illusion of being closer to the country and the people of Mongolia because of her birthmark
is destroyed right from the start.
Local Artists 2007
Theresia
Grösslinger
Österreich 2006
color
79
Minuten
dF
Drehbuch
Theresia Grösslinger
Kamera
Theresia Grösslinger
Schnitt
Theresia Grösslinger
Musik
NAM, Bruno Pisek
Produktion
Theresia Grösslinger Matznergasse 7/1/5 1140 Wien T +43 699 11 65 82 01 sia.groesslinger@gmx.at