Dans Ma Peau

In my Skin

 
Ohne falsche Psychologie, aber mit genauem Blick auf zeitgenössische Arbeits- und Geschlechterverhältnisse, schildert Marina de Vans mutiges und teilweise schockierendes Regiedebüt eine weibliche Identitätsspaltung. Esther (mit großer Intensität gespielt von der Regisseurin) zieht sich bei einem nächtlichen Unfall eine tiefe Wunde am Bein zu. Von diesem Zeitpunkt an erlebt sie die Wunde und bald auch ihren ganzen Körper als eine Art Fremdobjekt, das sie eher zufällig „bewohnt“. Selbstzerstörerische Aktionen, Schuldgefühle und berufliche Krisensituationen sind die Folge. Als ihr auch die mutwilligen Selbstverletzungen keine Befriedigung mehr verschaffen, revoltiert Esther in Panik gegen die Undurchdringlichkeit ihres Körpers. Mit Dans ma peau betritt eine starke neue Stimme die Bühne des französischen Kinos: Marina de Van, eine heimliche Schülerin von David Cronenberg.

It is through my body that I am in the world, that I am connected with others. If I am no longer my body, what am I? Where does this desire come from to want to see what the body is and if I am „inside“? (Marina de Van)

European Panorama 2004
Marina de Van
Frankreich 2002
color
93 Minuten
OmeU
Drehbuch Marina de Van
Kamera Pierre Barougier
Schnitt Mike Fromentin
Musik Bassmati, Esbjörn Svensson
Mit Marina de Van, Laurent Lucas, Léa Drucker, Thibault de Montalembert, Dominique Reymond
Produktion
Lazennec Productions 5, rue Darcet 75017 Paris Frankreich T +33 1 53044100