Comme des voleurs (à l'est)

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Comme des Voleurs (à l’Est) ist eine flanierende Komödie, die ihre Geschichte ohne jede Eile entfaltet. Eine gute Weile treibt man mit der Hauptfigur durch ihr Leben; mit Lionel, einem jungen Radioredakteur, der den Namen des Regisseurs trägt, und auch von diesem gespielt wird. Lionels Herz ist entflammt von einer unbestimmten Sehnsucht. Ist das Schreiben seine Passion? Kann es sein, dass er, als Homosexueller, sich in ein Mädchen verliebt? Lionel sucht nach den eigenen Wurzeln und findet einen polnischen Urgroßvater. Begeistert lernt er Polnisch, liest Witold Gombrowicz und bejubelt bei der WM die polnischen Tore. Lionels Schwester (Natacha Koutchoumov) protestiert gegen die fixe Idee, und entführt den Bruder schließlich doch nach Warschau. Comme des Voleurs (à l’Est) verbindet Episoden aus dem eigenen Leben des Regisseurs mit Passagen aus dem Roman „L’Or“ von Blaise Cendrars, einer Biografie des Schweizer Goldsuchers Johann August Sutter. Mit seltsam-schönen Bluebox-Einblendungen erleuchtet Sutters Reisefieber Lionels verregneten Schweizer Alltag. (Maya McKechneay)

Comme des Voleurs (à l’Est) is a peculiar comedy about searching for the lost joy of living. In this “autofiction”, director Baier plays the character Lionel Baier, a lovable soulmate of Woody Allen’s, who over night succumbs to a Poland euphoria and runs away with his sister to Warsaw in the face of a looming family crisis. Unexpectedly tipping into a “road movie”, Comme des Voleurs (à l’Est) quotes Agnès Varda and Eli Roth (Hostel). Most of all, though, the screenwriter Lionel Baier prefers to direct his irony against the figure Lionel Baier: a sensitive young man searching for Poland with his soul, even though neither paprika sausage nor buffalo grass vodka agrees with him. (Maya McKechneay)

Director's Biography
Lionel Baier, geboren 1975, dreht seit den Neunziger Jahren Filme und leitet seit 2002 die Filmabteilung der Kunsthochschule ECAL in Lausanne. Gemeinsam mit den befreundeten Regiekollegen Ursula Meier, die in seinen Filmen immer wieder kleinere Rollen spielt, und Jean-Stéphane Bron (Mais im Budeshuus) gilt er als Proponent einer jungen welschschweizer Filmszene. Lionel Baier lebt in Paris.
Tribute 2009
Lionel Baier
Schweiz / Frankreich 2006
color
104 Minuten
OmeU
Drehbuch Lionel Baier, Marina de Van
Kamera Séverine Barde
Schnitt Christine Hoffet
Musik Maurice Ravel
Mit Natacha Koutchoumov, Lionel Baier, Alicja Bachleda-Curus, Stéphane Rentznik, Anne-Lise Tobagi, Luc Andrié
Produktion
Produzent Jean-Paul Bessire Koproduktion Ciné Manufacture SA (FR), Télévision Suisse Romande TSR (CH) Saga Production 6 rue Mauborget 1003 Lausanne Schweiz T +41 21 311 9570 F +41 21 311 9572 info@sagaproduction.ch www.sagaproduction.ch